17. Juni 2009

Psittacosaurus gobiensis fraß Samen und Nüsse


Ein chinesisch-amerikanisches Forscherteam um den Paläontologen Paul Sereno von der Universität von Chicago hat in der Wüste Gobi in der Mongolei sowohl mehrere Teilskelette als auch das fast vollständige Skelette einer neue Psittacosaurus-Art entdeckt, die den Namen Psittacosaurus gobiensis (= "Papageienechse aus der Wüste Gobi") erhielt.

Psittacosaurus gobiensis lebte vor etwa 110 Millionen Jahren und wurde einen knappen Meter lang.

Zu den Überresten gehören der gesamte Schädel und fast sämtliche andere Knochen des Skeletts. Lediglich der rechte Arm sowie Teile des Kreuzbeins, des Beckens, des rechten Beins und des Schwanzes fehlen.

In der Nähe der Magengegend wurden 50 rund geschliffene Steine im Durchmesser von 0,5 bis über einem Zentimeter gefunden, die von dem Forscherteam als Magensteine identifiziert wurden. Wahrscheinlich fraß Psittacosaurus gobiensis also harte und schlecht verdauliche Nahrung, die mithilfe von Magensteine zerkleinert wurde, wie zum Beispiel harte Samenkörner oder Nüsse.

Auch der Bau seines Schädels sowie des Kauapparates lassen auf diese Nahrung schließen: In seinem Oberkiefer saßen an jeder Seite acht, im Unterkiefer an jeder Seite neun Zähne. Beim Schließen des Mauls glitten sie so aneinander vorbei, dass sie sich selbst schärften.

Zudem zeigte sein Schädel sowohl Ansatzflächen starker Kaumuskeln als auch diverse Verstärkungen der Knochen, die das kräfigte Zubeißen unterstützten.



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    Der Papageien-Dino
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