29. April 2010

Similicaudipteryx-Küken mit rudimentären Federn


Die Oviraptorenart Similicaudipteryx besaß unterschiedliche Arten von Federn − je nach Alter des Individuums. Das fanden chinesische Forscher um Xing Xu von der chinesischen Akademie der Wissenschaften in Peking anhand zwei gut erhaltener Fossilien aus der 121 bis 125 Millionen Jahre alten Yixian-Formation in Liaoning (China) heraus.

Die zwei Fossilien des auf zwei Beinen laufenden Similicaudipteryx stammen aus der gleichen Zeit, waren aber unterschiedlich alt: Das jüngere Exemplar war vielleicht einige Tage alt, das ältere befand sich im Jugendstadium. Bei beiden Tieren konnten am Kopf und Rumpf kleine Daunenfedern nachgewiesen werden.

Während das ältere Exemplar jedoch ähnliche Schwung- und Schwanzfedern wie die heutigen Vögel besaß, waren die Federn des Küken an Arm und Schwanz noch nicht ganz ausgebildet und hatten nur am oberen Drittel die feinen nach links und rechts abgehenden Verästelungen. Zu zwei Drittel bestand die Feder nur aus dem Mittelschaft und glich eher einem Mast mit spachtelförmiger Fahne.

Die Forscher schließen aus diesem Fund zum einen, dass es bei den Dinosauriern noch mehr Feder-Variationen gab als bei den heutigen Vögeln und zum anderen, dass Similicaudipteryx − anders als heutige Vögel − nicht nach dem Abwerfen des Nestling-Daunenkleids sofort das endgültige Federkleid erhielten, sondern zunächst eine Befiederung mit rudimentär ausgebildeten Federn.

Dieser Entwicklungsschritt von der unvollständigen Feder im Kükenalter bis zur vollständigen Feder im Jugendalter ging im Laufe der Evolution von den flugunfähigen Theropoden hin zu den flugfähigen Vögeln verloren, erklären die Forscher.



weitere Informationen unter:

  • Bild der Wissenschaft:
    Dinos in der Mauser
  • Sueddeutsche.de:
    Dinos in der Mauser
  • Spiegel Online:
    Dino-Junior hatte Kochlöffel-Federn
  • Welt Online:
    Dinos erfanden vor 100 Millionen Jahren die Federn



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