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Riesenwuchs der Dinosaurier




Bereits im Oberjura beginnen einzelne Arten von Tieren enorm an Größe zuzunehmen, was sich in der Kreidezeit weiter fortsetzt. Dieser Riesenwuchs zeigt sich bei vielen Gruppen des Tierreiches, ist aber am auffälligsten bei den gigantischen Pflanzenfressern unter den Dinosauriern und den riesigen Flugechsen mit Flügelspannweiten bis zu 12 Metern.

Der Grund für dieses Riesenwachstum scheint in der Zunahme des Sauerstoffanteils der Luft zu liegen. (vgl. Nachricht vom Juni 2003)

So kann im Verlauf der Erdgeschichte zweimal eine hohe Sauerstoffkonzentration in der Luft nachgewiesen werden, die zeitgleich mit einem "Gigantismus" unter den Tieren zusammenfällt: Im Karbon mit riesigen Insekten (u.a. dem Meganeura, dem größten Insekt aller Zeiten mit einer Flügelspannweite von 75 Zentimetern) und in der Kreidezeit mit riesigen Dinosauriern.

Dieses Riesenwachstum bringt auf den ersten Blick Vorteile für das Individuum: Große Tiere sind schwerer zu erbeuten und können besser die Wärme speichern (Verhältnis von Körpergröße zum Körpervolumen).

Doch gleichzeitig sind mit diesem Körpervolumen auch Nachteile verbunden: Das Gewicht wächst ebenfalls ins Gigantische, was sich sowohl auf die erforderliche Nahrungsaufnahme als auch auf den Knochenbau auswirkt. Um diesen riesigen Körper mit Energie zu versorgen, muss der Dinosaurier Unmengen an Nahrung zu sich nehmen und ein äußerst stabiles Skelett entwickeln.


Pelorosaurus

Somit haben einige der riesigen Sauropoden in der Nähe des Beckengürtels vermutlich eine Art "zweites Gehirn" ausgebildet, um den Weg der Nervenimpulse zu verkürzen.

Eine andere Theorie geht davon aus, dass das Riesenwachstum in den Energiereserven zu suchen ist, die die Dinosaurier durch das Legen von Eiern einsparten. Indem sie nicht, wie die heutigen Riesen im Tierreich, die Elefanten, lebende Junge zur Welt brachten, sondern Eier legten, konnten sie ihre so gesparten Energien in Größenwachstum umsetzen (vgl. Nachricht vom Mai 2004).

Hin und wieder wird die These laut, dass gerade dieser Riesenwuchs zum Aussterben führte. Doch muss man bedenken, dass sich nicht alle Dinosaurierarten zu Giganten entwickelten und dennoch am Ende der Kreidezeit die gesamte Tierordnung ausstarb.


Aktuell:
s. Nachrichten

(Mai 2004)




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